23. MeStuTa – Köln

Vom 12. bis 15. Mai 2022 findet die 23. Medienstudierendentagung in Köln statt. Organisiert wird diese von der Fachschaft Medienkulturwissenschaft der Uni Köln.

Weitere Informationen findet ihr in Kürze hier.
Wenn ihr mehr über die ausrichtende Fachschaft erfahren wollt, könnt ihr das hier.

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Programm

Donnerstag, 12.05.2022

bis ca 16:00 Uhr
Anreise

 

17:00 Uhr
Check-IN

Alle Teilnehmer*innen melden sich bei der ausrichtenden Fachschaft und  für die Workshops der nächsten Tage an.

18:00 Uhr
Begrüßung

Die Fachschaft Medienkulturwissenschaft begrüßt die Teilnehmer*innen zur Tagung. Dabei wird es ein Grußwort von den Lehrenden am Institut für Medienkultur und Theater geben. Dem Verein Medienstudierende e.V. wird hier ebenfalls ein Raum geboten sich vorzustellen. Die Teilnehmer*innen werden noch einmal über den Ablauf der nächsten Tage informiert und erhalten alle wichtigen Materialien.

Im Anschluss wird den Teilnehmer*innen ein von der ausrichtenden Fachschaft moderierter Raum geboten sich gegenseitig kennenzulernen und über über die unterschiedliche Organisation der Fachschaften auszutauschen. Mit den hier gesammelten Erfahrungen und dem stattfindenden ersten Wissensaustausch ist ein einfacherer und transparenter Diskurs während der folgenden Tage möglich.

22:00 Uhr
Ende des ersten Tagungstages

Freitag, 13.05.2022

An diesem Tag liegt der Schwerpunkt auf der Gerechtigkeit in der Medienbranche. Viele Studierende werden nach ihrem Studium in den Medienstudiengängen einen Beruf in diesem Bereich ergreifen, in vielen Studiengängen sind Pflichtpraktika ein fester Bestandteil. Fragen hierzu sind häufig Bestandteil der Fachschaftsarbeit, nicht selten unter dem Aspekt der Gerechtigkeit. Deshalb ist es wichtig, den Studierenden auch schon während des Studiums einen Einblick in die anstehende Arbeitswelt zu geben und diesen hier unter dem Themenschwerpunkt Gerechtigkeit einzubringen. Gleichzeitig ist das Ziel, diese Aspekte an das studentische Engagement rückzubinden.

8:00 Uhr
Frühstück
9:00 Uhr
Workshopphase: Gäste aus Medienhäusern/ Medienbranche
1. Workshop: Diversität beim WDR Medienhäuser – Iva Krtalic

Wie kann der öffentlich-rechtlicher Rundfunk Programm für die plurale Gesellschaft machen? Wie am besten die Themen, Geschichten und Protagonist*innen dieser dynamischen Vielfalt publizistisch aufgreifen und ein Programm für alle machen? Welche Rolle spielt der Umgang mit Vielfalt in der Zukunftssicherung der öffentlich-rechtlichen Medien? Und wo gibt es Defizite? Iva Krtalic spricht über ihre Erfahrungen in der Arbeit als Beauftragte für Integration und Vielfalt im Programm im größten deutschen öffentlich-rechtlichen Sender, dem WDR.

2. Workshop: Medienkommunikation: Gerechtigkeit, Schutz und Zensur – Nele Nieuwenhuis und Anna Magdalene Höwener

„Meinungsfreiheit in Gefahr? Staatsferne Medienaufsicht in Deutschland und Europa“. Die Referentinnen stellen die Landesanstalt für Medien NRW vor und diskutieren mit den Teilnehmer*innen über die Themen Regulierung, Kommunikation und Medienkompetenz am Beispiel der russischen Medien in Europa.

12:00 Uhr
Zwischenplenum

 

13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Vortragsphase
1. Vortrag mit Workshop: Fragmentierte Öffentlichkeit – Vesna Schierbaum und Prof. Karl-Nikolaus Peifer (Institut für Medienkultur und Theater)

Der mediale Wandel bewirkt erhebliche Veränderungen in allen Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens. In der postdigitalen Gesellschaft verlagert sich der Diskurs auf digitale Plattformen. Informationsaustausch, politische Debatten und individuelle Persönlichkeitsentfaltung finden zunehmend auf Twitter und Co. statt. Die dahinterstehenden global operierenden Unternehmen gewinnen enorme politische Macht. Das Grimme-Projekt „Fragmentierte Öffentlichkeit“ fragte, wie angesichts dieser Veränderungen Demokratie und Rechtsstaat, die für eine gerechte Gesellschaft unerlässlich sind, möglich bleiben können. Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik untersuchten wir die heutigen Bedingungen gesellschaftlicher Teilhabe. Nikolaus Peifer und Vesna Schierbaum erarbeiten mit den Workshop-Teilnehmer*innen, wie eine gerechte Gesellschaft durch Kommunikation und Medien heute beeinflusst und gefördert werden kann.

2. Vortrag mit Diskussionsrunde: Gerechtigkeit in den sozialen Medien – PD Dr. Martin Andree (Institut für Medienkultur und Theater)

“Das Internet der Monopole – Die Übernahme unseres Mediensystems durch die Digitalkonzerne.” In wenigen Jahren werden die Digitalkonzerne unser Mediensystem übernehmen. Denn die Vorstellung einer digitalen Vielfalt lässt sich in der Realität der Mediennutzung nicht validieren – tatsächlich ziehen die Plattformen der Digitalkonzerne den Großteil der gesamtdeutschen digitalen Mediennutzung auf sich. Durch die extreme Konzentrationsbildung wurde fairer Wettbewerb auf dem Feld der digitalen Medien systematisch eliminiert, die vielen existierenden alternativen Angebote wurden planvoll „ausgetrocknet“. Auch führende Anbieter wie etwa spiegel.de können nur noch mikroskopisch geringe Nutzungen erreichen. Die Lage ist gesellschaftlich extrem bedrohlich, weil wir gegen diese Übernahme auf Grundlage der aktuellen Gesetzgebung weitgehend wehrlos sind – und dies, obwohl schon der Status Quo in einem eklatanten Widerspruch zu den antimonopolistischen Grundsätzen des klassischen deutschen Medienrechts steht und wahrscheinlich verfassungswidrig ist.

16:00 Uhr
Kaffeepause
16:30 Uhr
Workshopphase
1. Workshop: Spannungsfeld zwischen kreativer und strategischer Bewertung – Saskia Weisheit

“Die Abnahme – Spannungsfeld zwischen kreativer und strategischer Bewertung” Bei weitgehend formatierten Produktionen, wie einer historischen Dokumentation, haben Produzent*innen und Redakteur*innen als Auftraggeber*innen Eingriffsrechte mit denen sie unter anderem auf Dramaturgie oder Erzählweise Einfluss nehmen können. In der spannungsgeladenen Situation der Abnahme wird von diesen Rechten Gebrauch gemacht und das Produkt von Regisseur*innen auf den Prüfstand gestellt. In dem Workshop „Die Abnahme – Spannungsfeld zwischen kreativer und strategischer Bewertung“ soll die Abnahme in sich als Prozess betrachtet werden. Wer nimmt daran teil? Warum ist es ein Spannungsfeld? Warum kommt es auch hier oft zu Änderungen, die eigentlich vor Drehbeginn hätten geäußert werden müssen? Wie kann man sich als Regisseur*in/Redakteur*in auf die Abnahmen vorbereiten?

2. Workshop: Arbeit mit Darsteller*innen und dem künstlerischen Kernteam – Nadine Schwitter

Wenn wir davon ausgehen, dass sich eine Idee in vielen Köpfen entwickelt, und dies viel weiter, als wenn sich nur eine Person damit abmüht, dann ist das künstlerisch-technische Team eines Theaterstücks oder eines Films ein Geschenk: Jede*r soll sich bestmöglich zum Gelingen des Projekts einbringen. Teamarbeit ist dann nicht bloß Mittel zum Zweck, sondern Voraussetzung für eine lebendige und stimmige künstlerische Praxis. Diese geschieht auf Augenhöhe, wobei alle als Fachleute ihrer Profession agieren, als solche respektiert und mit Verantwortung betraut werden. In TEAMWORK erkunden wir durch einfache Schauspiel- und Improvisationsübungen (angelehnt an Tschechow, Meissner sowie character-based improvisation) mögliche Herangehensweisen an das hierarchiefreie Erarbeiten eines Projekts, wodurch alle Beteiligten zu Co-Autoren*innen desselben Werks werden können. Zur Inspiration schauen wir uns Beispiele von Filmschaffenden an, die auf ähnliche Art und Weise gearbeitet haben.

19:00 Uhr
Tagesabschlussplenum
ab 20:00 Uhr
Flunkyball-Turnier

Samstag, 14.05.2022

8:00 Uhr
Frühstück
9:00 Uhr
Workshopphase
1. Workshop: Studieren in erster Generation – Marian Kirwel, Autonomes Referat für antiklassistisches Engagement (fakE)

Der Workshop führt in die Diskriminierungsform Klassismus mit einem Schwerpunkt auf Bildungs(un)gerechtigkeit ein. Dabei werden insbesondere die in Deutschland systematisch ungleichen Zugangschancen zur Institution Universität problematisiert – Klassen-basierte Bildungsungerechtigkeit beginnt bereits vor der Geburt und setzt sich mit jedem institutionellen Übergang einer Bildungsbiographie fort. Außerdem wird der Workshop anhand ausgewählter Beispiele behandeln, wie Medien und Medien(kultur)wissenschaften Klassismus (re)produzieren – und was die Rolle von Medien(kultur)wissenschaften und ihren Studierenden bei der Bekämpfung von Klassismus sein kann.

2. Workshop: Die Rolle von Fachschaften bei der Arbeit gegen Diskriminierung an queeren Studierenden – Steph Metz und Benedikt Helmstaedter, Autonomes Queerreferat der Universität zu Köln

Dozierende äußern sich queerfeindlich in ihren Veranstaltungen? Die Anlaufstellen für queere Studierende sind quasi unmöglich auf den Seiten der Hochschule aufzufinden? Die Namens- und Personenstandsänderung wird von der Verwaltung blockiert? All das sind Probleme, mit denen sich queere Studierende in der Hochschule konfrontiert sehen. In diesem Workshop soll den Studierenden vermittelt werden, wie sie in ihrer Rolle als studentische Vertreter*innen Hilfestellung leisten und mit queeren Studierenden und Dozierenden ins Gespräch treten können.

12:00 Uhr
Zwischenplenum
13:00 Uhr
Mittagspause
14:00 Uhr
Workshopphase
1. Workshop: Haltung als Schlüssel zum sicheren Umgang mit Beratungssituationen (Teil 1) – Marie-Christine Przybyla und Stefanie Ruetz, Peerberatung der Universität zu Köln

Ob bei der Erstsemestereinführung oder im weiteren Studienverlauf, Fachschaften gehören zu den ersten Ansprechpartner*innen für Studierende. So manches Informationsgespräch entwickelt sich hin zu einer Beratungssituation. Das Zertifikat Peerberatung der Universität zu Köln bietet für eingeschrieben Studierende eine Unterstützung, die eigene Beratungsarbeit zu reflektieren und zu professionalisieren, um sich sicher in der Rolle als Peerberater*in zu bewegen. Im Rahmen der MeStuTa 2022 in Köln gibt es einen Einblick in das Angebot. Der Fokus wird auf dem Thema „Haltung in der Beratung“ liegen. Eine zentrale Schlüsselkompetenz für eine erfolgreiche und dem Ratsuchenden gerecht werdende Beratung ist die innere Haltung der*des Berater*in. Peerberater*innen bewegen sich dabei in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Peerberater*in und auch Kommiliton*in sein. Konflikte sind da vorprogrammiert. Im Mini-Workshop werden wir mit euch zusammen eure eigene persönliche Beratungshaltung, den Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen an euch sowie das Thema persönliche Grenzen beleuchten und reflektieren.

2. Workshop: Studienfinanzierung – Lone Grotheer, freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.

Nebenjob, finanzielle Unterstützung von den Eltern oder doch BAföG? Die Finanzierung eines Studiums ist häufig einer der schwierigsten Hürden für Studierende. Bei diesem Workshop soll es um die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten gehen und Studierende in ihrer funktion als studentische Vertreter*innen sensibilisieren und für Beratungssituationen vorbereiten.

16:00 Uhr
Kaffeepause
16:30 Uhr
Workshopphase
1. Mitglieder*innenvollversammlung des Medienstudierende e.V. und Wahlen

Diese Veranstaltung ist nur für die Mitglieder*innen des Fördervereins der MeStuTa und für diejenigen, die Interesse an einer Mitgliedschaft haben.

2. Workshop: Haltung als Schlüssel zum sicheren Umgang mit Beratungssituationen (Teil 2) – Marie-Christine Przybyla und Stefanie Ruetz, Peerberatung der Universität zu Köln

Ob bei der Erstsemestereinführung oder im weiteren Studienverlauf, Fachschaften gehören zu den ersten Ansprechpartner*innen für Studierende. So manches Informationsgespräch entwickelt sich hin zu einer Beratungssituation. Das Zertifikat Peerberatung der Universität zu Köln bietet für eingeschrieben Studierende eine Unterstützung, die eigene Beratungsarbeit zu reflektieren und zu professionalisieren, um sich sicher in der Rolle als Peerberater*in zu bewegen. Im Rahmen der MeStuTa 2022 in Köln gibt es einen Einblick in das Angebot. Der Fokus wird auf dem Thema „Haltung in der Beratung“ liegen. Eine zentrale Schlüsselkompetenz für eine erfolgreiche und dem Ratsuchenden gerecht werdende Beratung ist die innere Haltung der*des Berater*in. Peerberater*innen bewegen sich dabei in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Peerberater*in und auch Kommiliton*in sein. Konflikte sind da vorprogrammiert. Im Mini-Workshop werden wir mit euch zusammen eure eigene persönliche Beratungshaltung, den Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen an euch sowie das Thema persönliche Grenzen beleuchten und reflektieren.

3. Workshop: Wie Studierende die Entwicklung von Studiengängen mitgestalten können – Sebastian Neufeld, Studentischer Akkreditierungspool

Akkreditierung ist eine großartige Möglichkeit sich als Studierende*r in die Gestaltung von Studiengängen einzubringen. Als zentrale Organisation gibt es den studentischen Akkreditierungspool – eine Organisation von Studierenden, getragen durch die Bundesfachschaftentagungen (wie die MeStuTa), Landesstudierendenvertretungen und fzs. Die Seminare des Pools vermitteln welche Anforderungen an Studiengänge gestellt werden und wie diese möglichst studierendenfreundlich aussehen. Sie ermöglichen auch die spannende Tätigkeit als studentische*n Gutachter*in bei der ihr Studierenden an anderen Hochschulen helft, ihre Studienbedingungen zu verbessern. In diesem Workshop wird das Akkreditierungssystem und eure Rolle darin erklärt, sowie Möglichkeiten sich weiterzubilden. Wir wollen auch aktiv über die studentische Perspektive diskutieren. Erfahrung in entsprechenden Gremien (e.g. Studienkommission) sind von Vorteil, aber nicht nötig!

Logo des Medienstudierende e.V.
Medienstudierende e.V.
19:00 Uhr
Tagesabschlussplenum
21:00 Uhr
Abschlussparty

Sonntag, 15.05.2022

8:00 Uhr
Frühstück
9:00 Uhr
Abschlussplenum

Was sind zentrale Aspekte für die weitere Arbeit der Fachschaften? Was haben die einzelnen Workshops erarbeitet? Wie kann das Wissen gesichert werden?

11:00 Uhr
Feedbackrunde

Hier wird dem Verein Medienstudierende e.V. noch einmal eine Möglichkeit gegeben auf sich aufmerksam zu machen.

13:00 Uhr
Ende der Tagung und Abreise